Wasserstoff steht für Brandenburgs Energiezukunft

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Potsdam. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat heute strategische Eckpunkte zur Förderung der Wasserstofftechnologie in Brandenburg vorgestellt. Der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ralf Holzschuher, sieht in der umweltfreundlichen Wasserstofferzeugung durch erneuerbare Energien eine große Chance für die wirtschaftliche Entwicklung und die Entstehung von mehreren Tausend neuen Arbeitsplätzen.

„Wasserstoff muss zu einer zentralen Säule der Energiewende werden. Eine rein strombasierte Energieproduktion ist in den Bereichen Verkehr, Wärme und Industrie praktisch nicht umsetzbar und auch nicht erstrebenswert. ,Grünes Gas´ und insbesondere Wasserstoff ist hier viel sinnvoller einzusetzen, da es sich gut speichern und transportieren lässt . Denn die Infrastruktur zur Gasversorgung ist schon vorhanden. Und Wasserstoff kann mit Hilfe erneuerbarer Energieanlagen dezentral erzeugt werden. Damit schaffen wir nachhaltige Wertschöpfung gerade in ländlichen Regionen.“

Der SPD-Abgeordnete fügt hinzu: „Die nächsten Jahre werden entscheidend. Um die Technologie zu entwickeln und wirtschaftlich zu machen, muss auf Bundesebene schnellstmöglich die bisherige doppelte Abgabenlast bei der Produktion und Speicherung grüner Gase entfallen. Die von Brandenburg mitgetragene Bundesratsinitiative soll dazu den nötigen Anstoß geben.“

Die SPD-Landtagsfraktion hat in ihrem Positionspapier 190617 Neue Energie für Brandenburg  auch die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende unterstrichen. Grüner Wasserstoff, aus erneuerbarem Strom erzeugt, kann demnach bedarfsgerecht als heimischer Energieträger in allen drei Sektoren (Strom, Wärme, Verkehr) und als Grundstoff in der Industrie genutzt werden. Die energieintensive Industrie Brandenburgs wird davon zukünftig profitieren.